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Neues Gebäude für tiergestützte Therapie in der LWL-Universitätsklinik Hamm bietet ganzjährige Therapieangebote

Spende der Aktion Lichtblicke macht es möglich: Mehr Therapieangebote in wetterfestem Gebäude

Pressemeldung vom 17.06.2020

Hamm (lwl). Mit seiner blauen Farbe und Holzkonstruktion erinnert es ein wenig an eine moderne Variante der Villa Kunterbunt von Pipi Langstrumpf. Und auch die Tiere sind willkommen und dürfen hier ein- und ausgehen. Denn das Gebäude auf dem Gelände der LWL-Universitätsklinik Hamm ist für die tiergestützte Therapie von jungen Patientinnen und Patienten neu errichtet.

Realisiert wurde der Bau des neuen Gebäudes in der kinder- und jugendpsychiatrischen Fachklinik, die zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gehört, auch durch die Unterstützung der Aktion Lichtblicke. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Klinik und Radio Lippe Welle Hamm wurde dieses Vorhaben in der Weihnachtszeit ausgewählt. Rund 27.000 Euro Spendengelder sind so zusammengekommen und können offiziell an den Förderverein der Hammer Klinik übergeben werden. Möglich machten es viele Aktionen in der Weihnachtszeit: So wurden die leckeren Lichtblicke-Sterne der Bäckerei Dördelmann auf dem Weihnachtsmarkt und in den Filialen verkauft, einige Hammer Unternehmen übergaben Einzelspenden und die Hammer Bürger beteiligten sich auf der Hammer Lichtblicke-Party.

„Allen Beteiligten gilt ein ganz großer Dank! Mit den neuen räumlichen Möglichkeiten können wir die tiergestützte Therapie völlig wetterunabhängig das ganze Jahr über anbieten“, freut sich der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann. „Außerdem werden wir die Therapiemöglichkeiten ausweiten und mehr Angebote für Kinder und Jugendliche schaffen.“ Eine zweite ausgebildete Fachkraft der Klinik ergänzt das externe Team, so dass weitere Therapieangebote geschaffen werden.

Schon in den nächsten Tagen werden Pudel Flocke und Lumpi sowie all die anderen Kleintiere die neuen Räume zusammen mit den Patientinnen und Patienten erobern. Die tiergestützte Therapie wird durch ausgebildete Fachkräfte der Eseltherapie Terhürne mehrmals die Woche angeboten. Mit dabei sind die geschulten Therapietiere wie Hunde, Katzen, Hühner, Meerschweinchen und Schnecken. Sobald das Außengelände fertig erstellt ist, kommen auch die größeren Tiere wie Schafe, Ziegen oder ein Esel zu Besuch. Nach den Therapiestunden können sich die Tiere im angrenzenden Ruheraum erholen und kehren anschließend wieder zurück in ihre Ställe und ihr Heim zurück.

Hintergrund:

WAS IST TIERGESTÜTZTE THERAPIE?

Die tiergestützte Therapie ist eine Fachtherapie, die vor allem die sozialen Fähigkeiten der Patienten anregt. Durch die Zuneigung der Tiere erleben die Kinder und Jugendlichen ein ganz besonderes Gefühl des Angenommen-Seins. Für viele Patienten ist das eine ganz neue Erfahrung. Hier können die jungen Patientinnen und Patienten mit den Tieren kuscheln und Schmuseeinheiten mit Kaninchen, Katze und Hund oder dem Hängebauchschwein sowie weiteren Tieren selbst erleben.


Durch den Kontakt mit Tieren werden im Organismus Glückshormone ausgeschüttet, die sogenannten Endorphine. Diese dienen dem Stressabbau und können ein beglückendes Gefühl bewirken sowie auch körperliche Schmerzen hemmen. Allein das Streicheln des Tieres wirkt auf den Betroffenen beruhigend. In vielen Fällen schützt es vor dem Gefühl der Einsamkeit. Tiergestützte Therapie ist für die Behandlung vieler Krankheitsbilder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie geeignet, wie Ängste, Depressionen, ADHS, Stimmungsschwankungen, Autismus.

 

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