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Essanfälle reduzieren – das ist das Ziel der EXI(ea)T-Studie. Die Forschungsabteilung der LWL-Universitätsklinik Hamm bietet freie Studienplätze im Bereich Essstörungen an.

Mehr Kontrolle über das Essverhalten

Freie Studienplätze im Bereich Essstörungen in der LWL-Universitätsklinik Hamm

Pressemeldung vom 07.07.2021

Hamm (lwl). Rund ein Drittel aller Kinder und Ju­gendlichen berichtet von Kontrollver­lust beim Essen, einem Kernmerkmal von Essanfällen. „Bei einem Essanfall nehmen die Betroffenen große Mengen an Lebensmitteln in kurzer Zeit zu sich, ohne aufhören zu können. Man verliert die Kontrolle. Viele Betrof­fene erleben danach Scham, Schuld und Ekel“, erklärt Laura Derks, Psychologin in der Forschungsabteilung der kinder- und jugendpsychiatrischen Fachklinik, die zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gehört.

Ausstieg aus festgefahrenem Essverhalten

Um die Folgen von Essanfällen einzudämmen und die Be­handlung in diesem Bereich zu verbes­sern, möchte die Forschungsabteilung der LWL-Universitätsklinik Hamm die Wirkung einer neuartigen therapeutischen Strategie zum Umgang mit Essanfällen unter­suchen. „Bei der EXI(ea)T-Studie möchten wir Betroffenen EXIT-Strategien - also Möglichkeiten zum Ausstieg - aus festgefahrenem Essverhalten anbieten. Wir werden da­bei verhaltenstherapeutische Übun­gen machen, die helfen können, das Verlangen in Bezug auf bestimmte Nahrungsmittel zu reduzieren und so mehr Kontrolle über das Essverhalten zu erlangen“, so Derks weiter.

Wege aus den Essanfällen bieten

Zunächst wird eine umfangreiche Di­agnostik durchgeführt, um das Essver­halten der Betroffenen genau kennen­zulernen und zu schauen, ob eine Essstörung vorliegt. Danach folgen zwei Behandlungstermine mit einer approbierten Kinder- und Jugendli­chenpsychotherapeutin, bei denen die Betroffenen neue Handlungsalter­nativen in Bezug auf ihr Essverhalten nach neuestem Stand der Wissenschaft erlernen. Diese Exit-Strategien helfen, das Vertrauen in eigene Fähigkeiten aufzubauen und zu stärken und einen Weg aus den Essanfällen zu finden. Um zu schauen, wie diese Strategien den Betroffenen in ihrem Alltag helfen, fin­den zwei weitere Anschlusstermine zur Diagnostik statt. Anmeldungen können gerne per Telefon 02381 893-8252 oder E-Mail an  exit-studie@rub.de erfolgen.

Diese Studie wird in Kooperation mit der Universitätsmedizin Mainz durchgeführt und richtet sich an Mädchen zwischen 14 und 18 Jah­ren, die unter Essanfällen leiden und Schwierigkeiten haben, ihre Impulse in Bezug auf das Essen zu kontrollieren.

COVID-19: Schutzmaßnahmen in der Forschungsabteilung

Ihre Gesundheit ist uns wich­tig! Deshalb achten wir bei der Durchführung aller For­schungsstudien sorgfältig auf die Einhaltung der aktuellen Hygienemaßnahmen. Neben regelmäßigem Lüften und dem Einhalten der AHA-Re­geln nutzen wir ein zentrales Besucher-Screening, bei dem wir mit den Besucherinnen der Klinik eine kurze Checklis­te durchgehen und die Tem­peratur messen, um eine mög­liche Infektion ausschließen zu können. So kann eine hohe Sicherheit unserer Testungen gewährleistet werden.