Mit Sport gelang ihm die Flucht aus der Sucht: Buchautor Hermann Wenning (rechts) - hier mit Martin Naumann (Dipl. Sozialpädagoge auf der Suchtstation B1) - kam zu einer Lesung in unsere Klinik auf Einladung des Vereins für die Rehabilitation drogenabhängiger Jugendlicher e.V.

Der Lauf zurück ins Leben

Lesung mit Hermann Wenning

Hermann Wenning ist seit 16 ½ Jahren drogenfrei – kein Alkohol, kein Nikotin, keine illegalen Drogen mehr. Über seinen langen Weg zurück zur Normalität berichtete der Autor während einer Lesung in unserer Klinik vor Patientinnen und Patienten der Suchtstation B1. In seinen Büchern (Lauf zurück ins Leben, Einbruch, Versoffene Jugend) schildert er seinen Weg in die Sucht, die schon ganz früh in seiner Jugend auf dem Dorf begann. Bereits als 13-Jähriger trank er zum ersten Mal Alkohol in großen Mengen mit anschließender Alkoholvergiftung. Die Alkoholmengen wurden immer größer, der Rausch stärker - als 18-Jähriger war er alkoholabhängig.


Alkohol immer griffbereit

„Als aktiver Fußballspieler gehörte die Kiste Bier immer dazu, um zu feiern oder - im Fall einer Niederlage – um zu vergessen“, erzählt Hermann Wennig.  Die Schule hat er geschwänzt und schließlich abgebrochen. Zum Prüfungstermin seiner Ausbildung als Landwirt erschien er mit einer starken Alkoholfahne. Seine Prüfungsangst wollte er mit einer halben Flasche Korn unterdrücken. Mit 31 Jahren folgten Ecstasy und Heroin – ohne Job war es zunehmend schwierig seinen Drogenkonsum zu finanzieren. Es folgten Beschaffungskriminalität, Diebstahl und Einbruch – damit rutschte er immer tiefer in die Drogenkriminalität.


Flucht aus der Sucht

Nach mehrfacher Haft folgte die Erkenntnis: Du musst dein Leben ändern! Dabei half es ihm, an seine sportlichen Erfahrungen als Kind und Jugendlicher anzuknüpfen. Mit einem regelmäßigen Training gelang ihm die Flucht aus seiner Sucht – das Laufen rette ihm sein Leben. Heute arbeitet er als Präventionstrainer an Schulen, in Kliniken und Gefängnissen und spricht mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen über seine Erfahrungen.

 

Weitere Informationen über die Arbeit des Vereins für die Rehabilitation drogenabhängiger Jugendlicher erhalten Sie im Flyer (PDF-Datei).

Icon Flyer Verein für die Rehabilitation drogenabhängiger Jugendlicher (48,8 KB)