Bereich 1: Kinder

Im Bereich der Patienten von 5 bis 14 Jahren werden insgesamt drei Stationen mit zirka 33 stationären Behandlungsplätzen angeboten. Besonders in dieser Altersstufe geht es häufig zunächst um die Durchführung einer differenzierten Diagnostik, um gezielt einen therapeutisch stabilisierenden und entwicklungsfördernden Behandlungsrahmen planen zu können.

Enger Austausch mit Bezugspersonen

Wie mit sämtlichen Patienten in der Klinik ist uns besonders in dieser Altersgruppe die stetige enge Einbeziehung der Bezugspersonen des Kindes in den Behandlungsprozess sehr wichtig. Das Verständnis zur Problematik des Kindes und die daraus folgende Zielplanung wird durch den verbindlich für das Kind zuständigen Therapeuten in engem Austausch mit den Bezugspersonen erarbeitet.

Die Behandlung erfolgt multiprofessionell durch Fachärzte, Assistenzärzte, Psychologen, Fachtherapien und kinder- und jugendpsychiatrische Pflegekräfte und Erzieher. Die Patienten werden in der Klinikschule weiterhin beschult und das schulische Jahresziel kann erreicht werden. In Behandlungsplanungen und Visiten werden die Entwicklung und der therapeutische Verlauf des Patienten engmaschig kommuniziert und stetig abgestimmt.

 

Zeit für Phantasie und Kreativität

Spiel, Zeiten für Phantasie und Kreativität, Klettern, Ausprobieren, Übernahme von Aufgaben für die Gruppe, Entspannung, Hausaufgaben, Basteln oder Sport sind nur einige wichtige Themen für diese Altersgruppe, auf die in der stationären Behandlung eingegangen wird. Gerade im Kinderbereich ist die Bereitstellung eines therapeutisch stabilisierenden pädagogischen Rahmens in der stationären Behandlungsgruppe unabdingbare Voraussetzung zum Gelingen des therapeutischen Prozesses.

 

So werden die Kinder auf jeder Station alters- und störungspezifisch begleitet und dort therapeutisch und pädagogisch abgeholt, wo sie im Rahmen ihrer Störung und ihrer Entwicklung stehen. Dabei sind die Abläufe zeitlich und inhaltlich in ihrem Ablauf klar strukturiert, so dass die Patienten sich gut orientieren können. Die fortlaufende Reflektion des Vorgehens mit den Bezugspersonen erweist sich stets als sehr hilfreich.