Fachtherapien

Ergänzung des Behandlungsangebots

Unsere Patienten erhalten Therapieangebote, die stets individuell auf die/den jeweilige(n) Jugendliche(n) abgestimmt sind.

Besondere Räumlichkeiten

Diese Therapiekonzepte können ergänzt werden durch sogenannte Fachtherapien, die stationsübergreifend in besonderen Räumlichkeiten durchgeführt werden. Folgende Fachtherapien bieten wir auf dem Gelände der LWL-Universitätsklinik Hamm im Rahmen des "drug-out"-Behandlungskonzeptes an:

  • Psychomotorik
  • Ergotherapie
  • Arbeitstraining

Psychomotorik

Wahrnehmung und Bewegung fördern

Die Psychomotorik hat in der LWL-Universitätsklinik Hamm eine langjährige Tradition. Auf der Basis von erlebnis-, bewegungs- und körperzentrierten Angeboten stellt sie eine spezielle Methode zur Förderung von Persönlichkeit und Sozialkompetenzen dar.

Zu den Schwerpunkten der psychomotorischen Behandlung zählen:

  • Die positive Wahrnehmung des eigenen Körpers.
  • Die Verbesserung suchtbedingter motorisch-sensorischer Teilleistungsstörungen, wie beispielsweise Sensibilitätsstörungen, Störungen in Körper-Raum-Wahrnehmung und -empfindung, Gleichgewicht sowie Körper- und Feinkoordination.
  • Der Wiedererwerb bzw. die Entwicklung emotional–motivationaler und sozialer Kompetenzen, wie eines angemessenen Aktivitätsniveaus, besserer Angstbewältigung, Anstrengungsbereitschaft, Bewegungsfreude, realistischer Selbsteinschätzung, angemessener Durchsetzungs- bwz. Kompromissbereitschaft.
  • Eigen- und Fremdreflexionen von Verhalten und Kompetenzen werden hier ebenfalls regelmäßig therapeutisch einbezogen.

Ergotherapie

Mehr Selbstbewusstsein durch Handeln

Der Begriff Ergotherapie stammt aus dem Griechischen und heißt soviel wie: „Gesundwerden durch Handeln und Arbeiten“. Im Drug-Out-Angebot können durch die Ergotherapie Ressourcen aktiviert bzw. erlernt sowie die Ausdauer und Motivation verstärkt werden. Weitere Ziele sind häufig die Verbesserung der sozialen, emotionalen und interaktionellen Kompetenzen sowie die Herstellung einer Grundarbeitshaltung.

Arbeit mit unterschiedlichen Materialien

Die Arbeit findet mit unterschiedlichen Materialien statt und richtet sich nach den Bedürfnissen der jugendlichen Patienten. Dazu stehen in der Abteilung gleich mehrere Werkräume für Einzel- und Gruppentermine sowie eine Holz- und eine Metallwerkstatt zu Verfügung.

Positiver Beitrag zur Therapie

Für sich oder andere (z.B. Freunde und Familie) etwas Eigenes herstellen ist für viele Patienten ein wichtiger Schritt und zählt zu den erkennbar positiven Beiträgen in der Therapie.

Arbeitstraining

Talente erkennen und ausbauen

Auf dem Gelände der LWL-Universitätsklinik befindet sich für unsere Patienten die Möglichkeit eines internen Arbeitstrainings in einer Metall- und einer Holzwerkstatt.

Erprobung arbeitsspezifischen Anforderungen


Das Arbeitstraining wird von ausgebildeten Arbeitserziehern, Arbeits- und Ergotherapeuten unter zeitlich und inhaltlich abgestuften Anforderungen durchgeführt und ermöglicht so dem Patienten, sich in Ausdauer, Arbeitsplanung, Konzentration, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und auch den arbeitsspezifischen Anforderungen zu erproben.

Möglichkeit eines Praktikums

Für Patienten der Rehabilitation besteht im Anschluss an das Arbeitstraining zusätzlich die Möglichkeit der externen beruflichen Belastungserprobung. Im Rahmen eines dreiwöchigen Praktikums, das die Patienten in einem Betrieb oder Unternehmen außerhalb der Klinik absolvieren, soll ihnen der (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben ermöglicht werden. Das Praktikum wird von dem jeweiligen Bezugsmitarbeiter begleitet und im gemeinsamen Austausch mit dem betrieblichen Anleiter abschließend ausgewertet.

 

[Fotos: Fotostudio Nawrath]