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Aktuelle Forschungsprojekte

Hier stellen wir unsere aktuellen Forschungsprojekte vor. Wenn Sie Fragen zu unseren Studien haben oder sich zu einer Studie anmelden möchten, dann wenden Sie sich an die jeweiligen Ansprechpartner:innen.

Forschungsprojekte: Studienteilnehmer:innen gesucht!

HoT

Die Hometreatment-Studie HoT – Eine Studie zur Wirkung von Therapie „zu Hause“ für Patient:innen mit einer Magersucht

Jugendliche, die sich in ihrem Körper unwohl fühlen und sich von den Schönheitsidealen der Medien oder ihrer Freunde beeinflussen lassen, verändern manchmal ihre Essgewohnheiten um
abzunehmen. Außerdem machen sie vielleicht mehr Sport oder ändern auf andere Weise ihr  Verhalten, um dünner und dadurch, so hoffen sie, wieder glücklicher zu werden. Oft kommt aber mit der Abnahme nicht das erhoffte stärkere Selbstwertgefühl, sie werden sogar noch unzufriedener, trauriger und ziehen sich von Freunden und der Familie zurück. Manche dieser Jugendlichen entwickeln eine Magersucht. Wir behandeln in unserer Klinik magersüchtige Jugendliche schon seit vielen Jahren, sowohl ambulant als auch stationär. Auch unsere Tageskliniken bieten die Behandlung an. Eine erste Studie am Uniklinikum in Aachen hat gezeigt, dass aber auch eine Behandlung zu Hause, bei der die Therapeut:innen, Ärzt:innen und andere Mitglieder des stationären Teams, zu den Familien kommen, tolle Erfolge erzielen kann. So können die Patient:innen lernen, das Gelernte direkt im eigenen Umfeld umzusetzen. Mit ihrer Familie, ihren Freunden und auf ihrer Schule. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist intensiver, weshalb viele Eltern sich sicherer fühlen, wenn sie ihr Kind betreuen. Um zu kontrollieren, ob diese Art der Behandlung auch in Hamm erfolgreich sein kann, bieten wir das Hometreatment, unter Studienbedingungen, nun auch in Hamm an.

Wenn Dein Interesse geweckt ist, kontaktiere uns! 

Ansprechpartnerinnen:
Dr. Laura Mokros & Maren Terwege
E-Mail: KJP-Hometreatment-Hamm@lwl.org
Telefon: 02381 893 8252 

Das Logo der HOT-Studie mit drei Buchstaben HOT

AnNa - Anorexie-Patientinnen und ihre Nahrungspräferenzen

Mit der AnNa-Studie wollen wir erforschen, wie sich die Präferenzen bezüglich verschiedener Nahrungsmittel bei gesunden Mädchen von denen bei Patientinnen mit Essstörungen unterscheiden. 
Unter Präferenz versteht man die Vorliebe für bestimmte Nahrungsmittel bzw. das Verhältnis, das eine Person gegenüber unterschiedlichen Lebensmitteln hat. Die Präferenz für Lebensmittel kann einerseits von bestimmten Erfahrungen, andererseits aber auch von spezifischen Einstellungen gegenüber verschiedenen Lebensmitteln abhängig sein.


Bisherige Untersuchungen zeigen, dass sich die Präferenz für Lebensmittel von manchen Patientinnen, die an einer Essstörung leiden, von Jugendlichen ohne Auffälligkeiten im Essverhalten, stark unterscheidet. Sie haben also andere Einstellungen und Präferenzen gegenüber Lebensmitteln im Vergleich zu beispielsweise ihrer Familie oder Freunden. Diese Unterschiede wollen wir untersuchen und herausfinden, bei welchen Mädchen die Vorlieben oder Abneigungen für bestimmte Lebensmittel mehr oder weniger stark auftreten, als bei anderen.

Das Ziel der Studie ist es, dadurch die Behandlung von jugendlichen Patientinnen mit Essstörungen zu verbessern. 


Diese Studie richtet sich an Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, die sich aufgrund einer Essstörung in stationärer Behandlung befinden. Die Studie wird in der LWL-Universitätsklinik in Hamm durchgeführt.  

Für diese Studie suchen wir zudem Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, ohne psychische Auffälligkeiten.


Wenn Dein Interesse geweckt ist an der Studie mitzuwirken, kontaktiere uns gerne! 


Ansprechpartner:
Sirius Jäger
E-Mail: forschunghammkjp@rub.de
Telefon: 02381 893 8252

Gezeichneter Kopf mit einer Denkblase, die mit unterschiedlichen Lebensmitteln gefüllt ist, zum Beispiel Eis, Obst, Pizza und Spaghetti.

DESTINY

Depression and Stimulation in Youth - Transcranial direct current stimulation in the treatment of juvenile depression in a naturalistic inpatient setting: A double-blind randomized controlled feasibility trial 

Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen in der gesamten Bevölkerung, auch bei Jugendlichen. Neben der klassischen Psychotherapie und der psychopharmakologischen Therapie gibt es die Methode der transkraniellen Gleichstromstimulation. Für Erwachsene gibt es bereits Studien mit tDCS, die eine positive Wirkung bei Depressionen mit kaum Nebenwirkungen zeigen, für Jugendliche jedoch nicht. 

Im Rahmen dieser Studie möchten wir ermitteln, ob die Gleichstromstimulation bei der Behandlung von Depression bei Jugendlichen hilfreich sein kann. Diese Studie richtet sich an (teil-) stationäre Patient:innen mit Depressionen zwischen 14 und 18 Jahren. Die Studie wird unter Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie im Evangelischen Klinikum Bethel durchgeführt. 

 

Ansprechpartnerin: 
Franziska Martin 
E-Mail: franziska.martin@lwl.org  
Telefon: 02381 893 8252

Zeichnung eines Kopfes mit einer Glühbirne im Kopf

EXI(EA)T

Rund ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen berichtet von Kontrollverlust beim Essen, was ein Kernmerkmal der Essstörungen Bulimie und Binge Eating darstellt. Folgen von unbehandelten Symptomen wie Essanfälle mit Kontrollverlust im Jugendalter können medizinische Komplikationen wie Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes) sein und gehen häufig mit Übergewicht und anderen psychischen Störungen einher.

Um die Folgen von Essanfällen einzudämmen und die Behandlung in diesem Bereich zu verbessern, möchten wir die Wirkung einer besonderen therapeutischen Strategie der kognitiven Verhaltenstherapie zum Umgang mit Essanfällen untersuchen. Dabei bieten wir EXIT-Strategien aus festgefahrenen Essstrukturen an. Wir führen verhaltenstherapeutische Übungen durch, die helfen können, das Verlangen und die Impulsivität in Bezug auf bestimmte Nahrungsmittel zu reduzieren.

Diese Studie richtet sich an weibliche Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die unter Essanfällen leiden und Schwierigkeiten haben, ihre Impulse in Bezug auf das Essen zu kontrollieren. Die Studie wird in Kooperation mit der Universitätsmedizin Mainz durchgeführt.

Ansprechpartnerin:
Laura Derks
E-Mail: exit-studie@rub.de
Telefon: 02381 893 8252

Logo EXI(ea)T-Studie mit einer Person, die durch eine Tür läuft

MovieSTAR

Alle Kinder gehen unterschiedlich mit Gefühlen um. Besonders dann, wenn Kinder unter Depressionen leiden, spielt der Umgang mit Gefühlen eine große Rolle. Um besser zu verstehen, wie Kinder, die aufgrund emotionaler Probleme in stationärer, psychiatrischer Behandlung sind, mit ihren Gefühlen umgehen, möchten wir in dieser Studie untersuchen, wie Kinder unterschiedliche Gefühle bewerten, wie mit diesen Gefühlen umgegangen wird und welche körperlichen Prozesse sich dabei abspielen. Dazu zeigen wir Filmausschnitte, in denen bestimmte Gefühle ausgelöst werden können, und messen mit Hilfe von Sensoren psychophysiologische Maße wie Herzschlag und Hautleitfähigkeit.

Diese Studie richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren, die sich aufgrund emotionaler Probleme in stationärer Behandlung befinden. Die Studie wird in Kooperation mit der Arbeitseinheit „Klinische Kinder- und Jugendpsychologie“ der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt.

Ansprechpartnerin:
Franziska Martin
E-Mail: franziska.martin@lwl.org
Telefon: 02381 893-8252

Grafik einer schwarzen Kamera

Petunia

Mit der PETUNIA-Studie möchten wir den Zusammenhang zwischen dem Positionswechsel und der Merk- und Lernfähigkeit untersuchen. Viele kennen das Phänomen des Türrahmen-Effektes. Wir gehen in das Wohnzimmer, um unser Buch zu holen, doch sobald wir den Raum durch die Tür betreten, haben wir vergessen, was wir eigentlich wollten. Dieses Phänomen kann stressbedingt sein, aber auch mit anderen Faktoren, wie dem Ernährungszustand, zusammenhängen. Wir nehmen an, dass sich während des stationären Aufenthaltes vieles bei unseren Patientinnen verändert. Wir wollen schauen, ob das auch auf die Merkfähigkeit zutrifft. Dazu haben wir einen türähnlichen Durchgang simuliert. Vor dem Durchgehen der Tür werden verschiedene kurze Hörspiele abgespielt. Zu jedem Hörspiel sollen Fragen nach dem Durchgang durch die Tür beantwortet werden.

Diese Studie richtet sich an weibliche Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die sich in stationärer Behandlung befinden.

Die Studie wird in Kooperation mit dem LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum für Psychosomatische Medizin & Psychotherapie durchgeführt.

Ansprechpartnerin:

Sophie Beer
E-Mail: sophie.beer@lwl.org
Telefon: 02381 893 8252

Bild einer Petunia-Blume

SWAN-Studie

In unserer neuen Studie zur Wahrnehmung des Körpers (SWAN) möchten wir die Zusammenhänge zwischen psychischen Erkrankungen und Körperwahrnehmung erforschen. Jugendliche werden in den Medien, in sozialen Netzwerken und im Freundeskreis ständig mit dem heutigen Schönheitsideal konfrontiert. Häufig besteht großer sozialer Druck, diesem zu entsprechen. Daher sind viele Mädchen mit ihrem Körper unzufrieden. Diese Unzufriedenheit kann sich immer weiter verstärken und dazu führen, dass nur noch negative Aspekte des Körpers gesehen und er nicht mehr realistisch wahrgenommen wird. In der Folge kann der Selbstwert oder auch das Essverhalten beeinträchtigt sein. 

Ob körperliche Unzufriedenheit auch bei Jugendlichen mit emotionalen Störungen, wie beispielsweise Depressionen, zu beobachten ist oder ob es Jugendlichen generell schwerfällt, ihren Körper realistisch einzuschätzen, wissen wir bislang noch nicht. Daher ist es wichtig, mehr über das Körperbild bei Jugendlichen zu erfahren und dabei verschiedene Faktoren wie eben Depressionen und Essstörungen, die einen Einfluss auf das Körperbild haben könnten, mit zu berücksichtigen. Die Ergebnisse dieser Studie helfen langfristig, die Behandlung depressiver Mädchen zu verbessern oder auch, gezielter Präventionsmaßnahmen durchzuführen.

Diese Studie richtet sich an Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, die sich aufgrund einer depressiven Erkrankung in stationärer Behandlung befinden. Die Studie wird in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster durchgeführt. 

Für diese Studie suchen wir zudem Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, ohne psychische Auffälligkeiten.

Wenn Dein Interesse geweckt ist, kontaktiere uns! 

Ansprechpartnerin:
Neele Cammenga
E-Mail: Neele.Cammenga@lwl.org
Telefon: 02381 893 8252

Zeichnung von einem weißen Schwan

UnDope

Randomisiert-kontrollierte Studie zur Cognitive Bias Modification bei suchterkrankten Jugendlichen mit Schwerpunkt Cannabisabhängigkeit

Cannabismissbrauch ist der häufigste suchtspezifische Behandlungsgrund in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Hohe Rückfallquoten nach Entzug sowie chronifizierende Verläufe mit schweren sozialen Funktionseinschränkungen sind häufig. Dringend notwendig sind daher therapeutische Maßnahmen, die die Rückfallgefahr nach Entzug senken. Erste Studien aus der Alkoholforschung zeigen, dass computergestützte Verfahren mit dem Prinzip der Cognitive Bias Modification (CBM) dabei hilfreich sein könnten. Nach dem CBM Prinzip wird Annährungsverhalten hinsichtlich eines Suchtstoffes gezielt abgebaut. Ziel der UnDope Studie ist es, die Wirksamkeit eines sogenannten Cannabis Approach-Avoidance-Training (CAAT) zur Veränderung von Annäherungstendenz bei Jugendlichen mit Cannabis­abhängigkeit zu untersuchen. Mit einem randomisiert kontrollierten Studiendesign wird die Wirksamkeit eines computergestützten und eines Tablet-App gestützten CAAT im Vergleich zu einem Placebotraining evaluiert. An der Studie können jugendliche Patienten mit primärer Cannabisabhängigkeit, die sich in der Entzugsbehandlung der LWL-Universitätsklinik Hamm befinden, teilnehmen.  

Ansprechpartnerin:
Lara Kaffke
E-Mail: Lara.Kaffke@lwl.org
Telefon: 02381 893 8252                             

Logo für die Undope-Studie

Value

In früheren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Schwierigkeiten in der Emotionsregulation zur Entstehung und Aufrechterhaltung von verschiedenen psychischen Problemen, wie zum Beispiel Essstörungen, beitragen können. Für die VALUE-Studie haben wir eine Aufgabe entwickelt, die uns hilft, festzustellen, ob Kinder und Jugendliche Probleme im Umgang mit ihren Gefühlen haben. Nun möchten wir überprüfen, ob diese neue Aufgabe gut funktioniert und angenehm ist.

Um zu erkennen, wie Kinder und Jugendliche mit ihren Emotionen umgehen, wird eine Methode benötigt, die verschiedene Gefühle auslösen kann und die uns zeigt, ob und wie Kinder und Jugendliche diese Emotionen beeinflussen können. Dazu zeigen wir Filmausschnitte, in denen bestimmte Gefühle ausgelöst werden können, und messen mit Hilfe von Sensoren Mimik, Herzschlag, Hautleitfähigkeit und Atmung. Das Ziel dieser Studie ist es, die Hintergründe von der Wahrnehmung und möglichen Veränderung von Gefühlen bei Kindern und Jugendlichen besser zu verstehen, um so vielleicht langfristig die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Essstörungen verbessern zu können.

Diese Studie richtet sich an Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, die sich aufgrund einer Essstörung in stationärer Behandlung befinden. Die Studie wird in der LWL-Universitätsklinik in Hamm durchgeführt.  

Für diese Studie suchen wir zudem Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, ohne psychische Auffälligkeiten.

Wenn Dein Interesse geweckt ist, kontaktiere uns! 

Ansprechpartnerin:
Joana Christina Mathis
E-Mail: JoanaChristina.Mathis@lwl.org
Telefon: 02381 893 8252

Weiße Würfelsteine mit aufgemalten Gesichtern: lachend, weinend, traurig

VISION-Studie

In der VISION-Studie möchten wir die Zusammenhänge zwischen Eigenschaften einer Person, Gefühlen (z.B. Wut) und sozialem Verhalten näher erforschen. Das Ziel dabei ist, die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Störungen des Sozialverhaltens zu verbessern.

Aus früheren Untersuchungen wissen wir bereits, dass Eigenschaften einer Person und Gefühle, die wir in einem bestimmten Moment haben, beeinflussen, wie wir andere Menschen wahrnehmen und auf sie reagieren. Es ist jedoch noch unklar, wie genau sich Kinder und Jugendliche mit Problemen im Umgang mit anderen Menschen von den Gefühlen der anderen Menschen beeinflussen lassen. Diese Zusammenhänge möchten wir in der virtuellen Realität genauer überprüfen.

Diese Studie richtet sich an Jungen zwischen zehn und 14 Jahren, die sich aufgrund einer externalisierenden Erkrankung in stationärer Behandlung befinden. Die Studie wird in Kooperation mit der Radboud Universität Nimwegen durchgeführt.

Für diese Studie suchen wir zudem Jungen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren, ohne psychische Auffälligkeiten.

Wenn Dein Interesse geweckt ist, kontaktiere uns!

Ansprechpartnerin:
Laura Derks
E-Mail: laura.derks@lwl.org
Telefon: 02381 893 8252

Zwei Kinder tragen eine Virtual-Reality-Brille und blicken nach oben

Forsch' mit uns!

Unsere Forschungsabteilung sucht Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren ohne psychische Erkrankung, die Lust auf das Projekt „Forsch' mit uns" haben.

Junge mit Lupe in der Hand untersucht den Bod